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Was sind Asset-Klassen und welche ist die Beste?

Jeder der sein Geld anlegen möchte, steht Anfangs vor der Frage, in welche Assetklassen (auch Anlageklassen genannt) er oder sie investieren möchte. Eine Assetklasse (aus dem Englischen, asset = Vermögensgegenstand) definiert eine Gruppe von Anlagemöglichkeiten, die aufgrund von ähnlichen Eigenschaften zusammengefasst werden.

 

Es gibt unterschiedliche Theorien und Definitionen von den bestehenden Asset Klassen, hier sind die aus meiner Sicht wichtigsten:

  • Geld
  • Aktien 
  • Anleihen
  • Immobilien
  • Rohstoffe 
  • Finanzinstrumente
  • Alternative Investments

Diese Einteilung ist nicht abschließend definiert und es können sich auch ständig neue Anlageklassen bilden. Jede dieser Assetklassen ist in unzählige weitere Unterklassen aufgeteilt. In diesem Artikel möchte ich kurz auf die Oberklassen eingehen und zum Ende zeige ich dir, was die wichtigste Anlageklasse eines jeden rationalen Anlegers sein sollte!

 

Geld

 

Fangen wir also mit dem verbreitetsten Anlagemittel an: dem lieben Geld. Darunter versteht man allerdings nicht nur das Bargeld im Portmonee, sondern vor allem Tagesgeldkonten, Festgeldkonten und im weiteren Sinne auch der Handel mit unterschiedlichen Währungen. Die Renditen, die sich in dieser Anlageklasse erwirtschaften lassen, hängen in der Regel mit dem allgemeinen Zinsniveau zusammen.

 

Aktien

 

Aktien sind Wertpapiere, die einen Anteil an einer Aktiengesellschaft oder einer Kommanditgesellschaft auf Aktien repräsentieren. Der Aktionär ist ein Miteigentümer des Unternehmens und hat dementsprechend einen Anspruch auf Dividenden, also Gewinnbeteiligungen. Die Rendite aus Investments in Aktien setzt sich aus den erhaltenen Dividenden plus den realisierten Kursgewinnen an der Börse zusammen.

 

Anleihen

 

Anleihen hingegen sind Wertpapiere, die einem Gläubiger das Recht auf die Rückzahlung eines Geldbetrages und deren Verzinsung einräumt. Dabei gibt es zahlreiche unterschiedliche Ausgestaltungsformen von Anleihen. Ihnen allen ist jedoch gemein, dass ein Schuldverhältnis zwischen dem Emittenten der Anleihe und dem Besitzer besteht. Die Verzinsung einer Anleihe hängt grundsätzlich vom allgemeinen Zinsniveau und der Bonität des Emittenten ab. 

 

Immobilien

 

Zu den Immobilien zählen unbebaute Grundstücke, Einfamilienhäuser, Wohnungen, aber auch Garagen, Lagerhallen etc. Mit Immobilien kann man einerseits laufende Erträge aus Mieteinnahmen generieren, andererseits hofft der Besitzer einer Immobilie auch, dass diese mit der Zeit an Marktwert gewinnt und nach einer Zeit mit Gewinn weiterveräußert werden kann.

 

Rohstoffe

 

Rohstoffe umfassen Edelmetalle (z.B. Gold), Industriemetalle (Kupfer), Agrarprodukte (Zucker), Energieprodukte (Erdöl) und weitere. Rohstoffe generieren per se keinen Mehrwert und werfen daher auch keine laufenden Erträge ab. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum ein Investor in Rohstoffe investiert. Dabei kann einerseits das Spekulieren auf Kurssteigerungen, oder die "Absicherung" des eigenen Portfolios im Vordergrund stehen. Letzteres wäre zum Beispiel der Fall, wenn ein Anleger Gold kauft, weil er sich stabile oder sogar steigende Goldkurse bei einem Börsencrash erhofft. Letzere Personen nennt man auch Gold Bugs.

 

Finanzinstrumente

 

Unter die Kategorie Finanzinstrumente fallen unter anderem Optionen, Derivate und strukturierte Finanzprodukte. Diese Anlageklasse ist hoch komplex, risikoreich und für Privatanleger meist schwer nachzuvollziehen. Stark vereinfacht formuliert bieten diese Finanzprodukte die Möglichkeit, auf steigende oder fallende Kurse eines Basiswerts zu spekulieren.

 

Alternative Investmens

 

Zu den alternativen Investments kann man beispielsweise Gegenstände mit Sammelwert wie edle Weinflaschen und Gemälde, aber auch Kryptowährungen wie Bitcoin, Ripple und Ether zählen.

 

Die wichtigste Assetklasse

 

Meiner Meinung nach ist die wichtigste Assetklasse  dein Humankapital! Darunter fasst man alles Wissen und alle Fähigkeiten, die du besitzt und die du produktiv einsetzen kannst. Man kann das Humankapital auch quantifizieren, nämlich als Barwert des gesamten zukünftigen Einkommens, das du aus selbstständiger oder nichtselbstständiger Arbeit generieren wirst.

 

Nehmen wir als Beispiel mal an, dass du 30 Jahre alt bist, jährlich 40.000 Euro verdienst und bis 65 arbeiten wirst. Wenn sich dein Gehalt bis dann nicht verändern würde, hättest du abgezinst mit einer Inflationsrate von 2% bereits heute ein Humankapital von 1.019.553,70 Euro. Nehmen wir jetzt an, du hast die gleichen Startbedingungen wie im genannten Beispiel, aber du investierst in deine Weiterbildung und damit in die Erweiterung deines Humankapitals und kannst dein Einkommen somit jedes Jahr um 5% steigern. In dem Falle hätte dein Humankapital bereits heute einen Wert von 2.344.213,33 Euro!

 

Unter anderem deshalb ist es so wichtig, Zeit und Energie in seine Bildung zu investieren und niemals mit dem Lernen aufzuhören!

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